Netzwerktreffen am 3. April 2012

Am Dienstag den 3. April fand ein weiteres Arbeitstreffen im Rahmen des Forschungsprojektes „Migrantinnen in Führungspositionen – Erfolgsfaktoren auf dem Weg an die Spitze“ am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit statt.

 

Zunächst wurden die Ergebnisse der Studien in Deutschland, Russland und der Türkei  vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Kernfrage dabei war: Wie hoch ist der Anteil von Frauen in den Führungsebenen von Unternehmen? Wodurch unterscheiden sich die Barrieren für weibliche Karrieren in Russland und der Türkei von denen in Deutschland?  Was macht die Frauen in genannten Ländern besonders erfolgreich? Mit welchen Strategien kommen sie an die Spitze? Welche Konzepte sollten verfolgt werden um Führungskarrieren von Frauen optimal zu unterstützen?

 

 

Neben Mitgliedern der Fachhochschule Bielefeld waren auch Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden anwesend und nahmen am aktiven Diskurs dieser Veranstaltung teil.

Die Ergebnisse der in Russland durchgeführten Studie wurden von Professoren und Studentinnen der Nizhny Novgorod State University of Architecture and Civil Engineering (NNGASU) präsentieren, die Anfang April zu Gast in Bielefeld waren.

 

Als zentrales Ergebnis kann festgehalten werden, dass Unternehmen ihr bisheriges Vorgehen im Umgang mit karriereorientierten Frauen überdenken sollten. Erst wenn in den verkrusteten Machstrukturen die Erkenntnis langfristig Einzug erhält, dass Frauen für den Unternehmenserfolg unerlässlich sind, können diese „stillen Reserven“ genutzt und hochqualifizierte Frauen entsprechend ihrer Kompetenzen eingesetzt werden.

 

Die Teilnehmer hielten weiterhin fest, dass insbesondere die eigene Selbsterkenntnis und Zielsetzung wichtige Aspekte für erfolgreiche Karrieren darstellen. Neben formellen Strukturen für Diversity und Gleichstellung wurde die Wichtigkeit von informellen Netzwerken zur gegenseitigen Unterstützung von Frauen betont.